Westviertel

Ortstafel Westviertel

Die längste Straße ist die Hans-Böckler-Straße (1,77 km), am steilsten ist die Hoffnungstraße (5,8 % Steigung) und den höchsten Punkt erreicht die Hachestraße (91 m ü. NHN).

Das Westviertel liegt unmittelbar westlich des Essener Stadtkerns und zählt zum Stadtbezirk I (Stadtmitte/Frillendorf/Huttrop). Gemeinsam mit dem Stadtkern und den umliegenden Vierteln im Norden, Süden, Osten und Südosten bildet es die Essener Innenstadt. Auf einer Fläche von rund 2,29 Quadratkilometern leben hier etwa 3.300 Menschen (Stand: 31. März 2025), womit der Wohnanteil im Vergleich zu anderen Stadtteilen gering ausfällt.

Geprägt wird das Viertel bis heute durch ehemalige Industrieflächen, die nach und nach in ein modernes Quartier umgewandelt wurden. Neben Gewerbe und Einzelhandel finden sich großzügige Parkanlagen sowie markante Neubauten. Zu den bekanntesten Adressen gehören die Konzernzentrale von ThyssenKrupp, die 2010 von Düsseldorf nach Essen verlegt wurde, das 2013 eröffnete Kronenberg-Center mit Cinemaxx-Kino sowie der Magna Tower. Erschlossen wird das neue Quartier über den Berthold-Beitz-Boulevard. Erhaltene Industriebauten wie das Colosseum Theater erinnern an die Krupp-Vergangenheit, während die rund 13 Hektar große Grüne Mitte mit dem Krupp-Park eine Verbindung zwischen Innenstadt und Universität schafft.

Namensherkunft

Der Name verweist auf die geografische Lage des Stadtteils, der unmittelbar westlich an den Essener Stadtkern angrenzt.

Geschichte

Die Entwicklung des Westviertels ist eng mit der Firma Krupp verbunden. Mit dem Beginn des Industriezeitalters dehnte sich die Gussstahlfabrik immer weiter aus, sodass verfügbare Flächen knapp wurden und ein starker Arbeiterzuzug zu sehr beengten Wohnverhältnissen führte. Im Zweiten Weltkrieg wurden große Teile des Viertels zerstört oder schwer beschädigt; der anschließende Wiederaufbau erfolgte ohne die einstige dichte Bebauung. Nach dem Ende der Gasturbinenproduktion 1988 begann die Umgestaltung zur sogenannten Weststadt. Schrittweise siedelten sich neue Nutzungen an, darunter 1993 ein Ikea-Einrichtungshaus, 1996 das Colosseum in der früheren achten Werkstatt sowie 2010 der Krupp-Park. So entstand aus dem ehemaligen Industriestandort nach und nach ein modernes innerstädtisches Quartier.

Quellen: Westviertel (Essen) – Wikipedia; Westviertel Geschichte – essen.de; Westviertel Startseite – essen.de

3.065
Einwohner
2,30 km²
Fläche
1.333 /km²
Bevölkerungsdichte
I (1)
Stadtbezirk
49
Straßen
16,3 kmStraßennetz
Gesamtlänge
17
POIs
7,4 /km²
POI-Dichte
54–91 müber NHN
Höhenlage