Überruhr-Hinsel

Die längste Straße ist die Langenberger Straße (3,15 km), am steilsten ist die Heimstraße (7,2 % Steigung) und den höchsten Punkt erreicht der Sagenberg (106 m ü. NHN).
Überruhr-Hinsel ist ein Stadtteil im Südosten Essens und bildet zusammen mit Überruhr-Holthausen das Gebiet Überruhr, das auf einer von der Ruhr umflossenen Halbinsel liegt. Hinsel nimmt dabei den nördlichen Teil ein und grenzt an Steele; die Marie-Juchacz-Straße trennt es vom benachbarten Holthausen. Das Gelände steigt vom Flussniveau bei rund 50 Metern bis auf etwa 100 Meter an und bietet so abwechslungsreiche Lagen über dem Ruhrtal.
Heute prägt eine lockere Wohnbebauung mit kleinteiligen Reihenhäusern den Stadtteil, der bei Familien beliebt ist und teils noch ländlich, teils vorstädtisch wirkt. Hohe Gebäude sind selten, dafür liegt Hinsel eingebettet in viel Grün. Ein großes Areal dient der Trinkwassergewinnung. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Kirche St. Mariä Heimsuchung, die Friedenskapelle der Heiligen Eucharistie von 1961 sowie der Ludwig-Kessing-Park mit Blick über das Ruhrtal. An die bergbauliche Vergangenheit erinnern erhaltene Reste der Zeche Heinrich mit ihrem Förderturm.
Namensherkunft
Der Name geht auf die Lage „über der Ruhr" auf einer Halbinsel zurück, da die Bewohner den Fluss früher mit einer Fähre überqueren mussten; ältere Schreibweisen lauteten „Overruhr" und „Oberruhr". Die historische Form „Hintisle" verweist zudem auf ein stehendes Gewässer.
Geschichte
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Hinsel im Jahr 1092 unter dem Namen „Hintisle". Funde am Sonderfeld weisen sogar auf eine noch frühere germanische Besiedlung durch die Brukterer im 2. und 3. Jahrhundert hin. Lange gehörte der Ort zum Damenstift Rellinghausen; nach der Säkularisation 1803 wurden die Bauerschaften frei und bildeten ab 1816 die Gemeinde Überruhr, die 1894 zu einer eigenen Bürgermeisterei wurde. Wirtschaftlich prägte der Steinkohlenbergbau die Region: Bereits 1673 nahm die Zeche Mönkhoffsbank den Abbau auf, später folgten die Zechen Vereinigte Gewalt und Heinrich, wo rund 3000 Menschen Arbeit fanden. 1968 endete der Bergbau endgültig. Am 1. August 1929 wurde Überruhr – gegen den Willen vieler Einwohner – nach Essen eingemeindet.
Quellen: Überruhr – Wikipedia; Überruhr-Hinsel Geschichte – essen.de; Überruhr-Hinsel Startseite – essen.de
- 7.823
- Einwohner
- 3,72 km²
- Fläche
- 2.103 /km²
- Bevölkerungsdichte
- VIII (8)
- Stadtbezirk
- 52
- Straßen
- 24,1 kmStraßennetz
- Gesamtlänge
- 20
- POIs
- 5,4 /km²
- POI-Dichte
- 52–106 müber NHN
- Höhenlage
- 7Spielplätze1 pro 1.118 Einw. · 1,9/km²
- 4Supermärkte1 pro 1.956 Einw. · 1,1/km²
- 3Kindergärten1 pro 2.608 Einw. · 0,8/km²
- 3Bäckereien1 pro 2.608 Einw. · 0,8/km²
- 1Gymnasium1 pro 7.823 Einw. · 0,3/km²
- 1Realschule1 pro 7.823 Einw. · 0,3/km²
- 1Grundschule1 pro 7.823 Einw. · 0,3/km²
- Längste Straße
- 3,15 km Langenberger Straße
- 2,00 km Marie-Juchacz-Straße
- 1,75 km Hinseler Feld
- Kürzeste Straße
- 65 m Wichteltal
- 71 m Hattingsaue
- 109 m Liebrechtstraße
- Steilste Straße
- 7,2 % Heimstraße
- 6,9 % Marsweg
- 5,7 % Lehmanns Brink
- Höchster Punkt
- 106 m ü. NHN Sagenberg
- 106 m ü. NHN Mentingsbank
- 106 m ü. NHN Kevelohstraße
- Tiefster Punkt
- 52 m ü. NHN Konrad-Adenauer-Brücke
- 54 m ü. NHN Rüpingsweg
- 55 m ü. NHN Kurt-Schumacher-Brücke
- Größter Höhenunterschied
- 40 m Überruhrstraße
- 38 m Nockwinkel
- 38 m Heimstraße
- Älteste benannte Straße
- 1838 Treibweg
- 1905 Antropstraße
- 1908 Milchstraße
- Jüngste benannte Straße
- 2019 Hermannshöhe
- 1982 Marie-Juchacz-Straße
- 1982 Konrad-Adenauer-Brücke