Borbeck-Mitte

Ortstafel Borbeck-Mitte

Die längste Straße ist der Weidkamp (2,54 km), am steilsten ist die Residenzaue (7,3 % Steigung) und den höchsten Punkt erreicht die Frintroper Straße (96 m ü. NHN).

Borbeck-Mitte liegt im Nordwesten von Essen und bildet das Zentrum des Stadtbezirks IV Borbeck. Auf rund 3,19 Quadratkilometern vereint der Stadtteil Wohnquartiere, Gewerbe und Versorgungsfunktionen. Im Landesentwicklungsplan ist Borbeck-Mitte als Mittelzentrum innerhalb des Oberzentrums Essen ausgewiesen und übernimmt damit eine wichtige Rolle für den gesamten Essener Westen. Der historische Ortskern wurde zu einer modernen Fußgängerzone umgestaltet und dient heute als belebter Einkaufs- und Begegnungsbereich.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählt das Schloss Borbeck, das auf einen mittelalterlichen Ursprung zurückgeht, im 18. Jahrhundert seine heutige barocke Gestalt erhielt und inzwischen als Kulturzentrum mit einem weitläufigen Park genutzt wird. Sehenswert sind außerdem die romanisch geprägte St.-Dionysius-Kirche, deren Geschichte bis ins Mittelalter reicht, sowie der Bahnhof Essen-Borbeck als Verkehrsknotenpunkt. Eine lokale Besonderheit ist die seit 1896 bestehende Dampfbierbrauerei, die die handwerkliche Tradition des Stadtteils bis heute fortführt. Damit verbindet Borbeck-Mitte gewachsene Geschichte, grüne Aufenthaltsräume und urbane Infrastruktur.

Namensherkunft

Der Name Borbeck wird sprachwissenschaftlich als „Bach, der durch eine Börde, ein fruchtbares Zinsgebiet, fließt" gedeutet und mit einer Quelle im heutigen Schlosspark in Verbindung gebracht.

Geschichte

Borbeck wurde im Jahr 869 erstmals urkundlich als Oberhof Borthbeki erwähnt, ein dem Stift Essen abgabepflichtiges Gut. Ab 1288 verfügten die Essener Äbtissinnen über umfassende Rechte am Borbecker Besitz und machten das dortige Schloss bis zur Säkularisation 1803 zu ihrer bevorzugten Sommerresidenz. Nach dem Ende der napoleonischen Zeit kam Borbeck 1815 unter preußische Verwaltung und wurde eine eigenständige Bürgermeisterei. Im 19. Jahrhundert prägte der Steinkohlenbergbau den Ort, ein wichtiger Durchbruch gelang 1834. Mit der Industrialisierung wuchs Borbeck rasch, unter anderem durch den 1914 fertiggestellten Rhein-Herne-Kanal und Krupps Werksausbau. Nach einem Beschluss des Gemeinderats und einem 1914 unterzeichneten Vertrag wurde Borbeck zum 1. April 1915 nach Essen eingemeindet.

Quellen: Essen-Borbeck-Mitte – Wikipedia

13.770
Einwohner
3,19 km²
Fläche
4.317 /km²
Bevölkerungsdichte
IV (4)
Stadtbezirk
81
Straßen
32,6 kmStraßennetz
Gesamtlänge
31
POIs
9,7 /km²
POI-Dichte
38–96 müber NHN
Höhenlage