Nordviertel

Die längste Straße ist die Berthold-Beitz-Boulevard (2,31 km), am steilsten ist die Gneisenaustraße (6,7 % Steigung) und den höchsten Punkt erreicht die Herzogstraße (73 m ü. NHN).
Das Nordviertel liegt unmittelbar nördlich der Essener Innenstadt und zählt gemeinsam mit dem West-, Süd-, Ost- und Südostviertel zur zentralen Stadtmitte. Verwaltungstechnisch gehört es zum Stadtbezirk I (Stadtmitte/Frillendorf/Huttrop) und erstreckt sich über rund 2,86 Quadratkilometer. Geprägt wird der Stadtteil von dichter Wohnbebauung, zu der das Eltingviertel mit seinen Mietshäusern aus der Gründerzeit gehört – viele dieser Gebäude stehen heute unter Denkmalschutz.
Ein besonderes Merkmal des Nordviertels ist seine Rolle als Bildungsstandort: Hier befindet sich der Campus Essen der Universität Duisburg-Essen mit rund 20.000 Studierenden, ergänzt durch weitere Einrichtungen wie den Bildungspark. Für Erholung sorgen Grünanlagen wie der Nord- und der Segerothpark. Zu den markanten Punkten zählen die ehemalige St.-Peter-Kirche, die heute eine Schule für Pflegeberufe beherbergt, die beiden weithin sichtbaren RWE-Hochkamine sowie das Sportbad am Thurmfeld. Mit einem Ausländeranteil von rund 48 Prozent und einer vergleichsweise jungen Bevölkerung ist das Nordviertel ein lebendiger, vielfältig geprägter Teil der Essener City.
Namensherkunft
Der Name beschreibt schlicht die Lage des Viertels nördlich der Essener Innenstadt. Das innerhalb des Stadtteils gelegene Eltingviertel geht hingegen auf den Sägewerksbesitzer Hermann Elting zurück, der dort Ende des 19. Jahrhunderts eine Arbeitersiedlung errichten ließ.
Geschichte
Die Entwicklung des Nordviertels ist eng mit dem Bergbau verbunden: Das heutige Stadtteilgebiet umfasst weitgehend das Areal der einstigen Zeche Victoria Mathias sowie das frühere Arbeiterquartier Segeroth. Die 1965 stillgelegte Zeche markierte einen Wendepunkt für die frühe Prägung des Viertels. Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts ließ der Sägewerksbesitzer Hermann Elting das nach ihm benannte Eltingviertel als nördliche Stadterweiterung anlegen, um Wohnraum für Arbeiter der nahen Zeche zu schaffen; innerhalb von etwa zwei Jahrzehnten entstand eine geschlossene Siedlung im Gründerzeitstil. 1898 wurde hier die Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk AG (RWE) gegründet, die auf dem ehemaligen Bergbaugelände ihr erstes Kraftwerk errichtete. Später wandelte sich das von Industrie geprägte Gebiet zunehmend zu einem Universitäts- und Bildungsstandort.
Quellen: Nordviertel (Essen) – Wikipedia
- 8.540
- Einwohner
- 2,93 km²
- Fläche
- 2.915 /km²
- Bevölkerungsdichte
- I (1)
- Stadtbezirk
- 61
- Straßen
- 24,8 kmStraßennetz
- Gesamtlänge
- 37
- POIs
- 12,6 /km²
- POI-Dichte
- 47–73 müber NHN
- Höhenlage
- 10Kindergärten1 pro 854 Einw. · 3,4/km²
- 9Spielplätze1 pro 949 Einw. · 3,1/km²
- 8Supermärkte1 pro 1.068 Einw. · 2,7/km²
- 4Bäckereien1 pro 2.135 Einw. · 1,4/km²
- 2Förderschule1 pro 4.270 Einw. · 0,7/km²
- 2Grundschule1 pro 4.270 Einw. · 0,7/km²
- 1Berufskolleg1 pro 8.540 Einw. · 0,3/km²
- 1Brunnen1 pro 8.540 Einw. · 0,3/km²
- Längste Straße
- 2,31 km Berthold-Beitz-Boulevard
- 1,49 km Bottroper Straße
- 1,18 km Altenessener Straße
- Kürzeste Straße
- 51 m An St. Marien
- 77 m Jakobstraße
- 96 m Ostermannstraße
- Steilste Straße
- 6,7 % Gneisenaustraße
- 3,0 % Jakobstraße
- 2,9 % Altenbergmühle
- Höchster Punkt
- 73 m ü. NHN Herzogstraße
- 67 m ü. NHN Karolingerstraße
- 66 m ü. NHN Stoppenberger Straße
- Tiefster Punkt
- 47 m ü. NHN Berthold-Beitz-Boulevard
- 47 m ü. NHN Gladbecker Straße
- 48 m ü. NHN Grillostraße
- Größter Höhenunterschied
- 15 m Stoppenberger Straße
- 14 m Berthold-Beitz-Boulevard
- 14 m Pferdebahnstraße
- Älteste benannte Straße
- 1860 Stoppenberger Straße
- 1866 Segerothstraße
- 1868 Niederstraße
- Jüngste benannte Straße
- 2018 Victoria-Mathias-Straße
- 2018 Zwingliplatz
- 2007 Berthold-Beitz-Boulevard