Frohnhausen

Ortstafel Frohnhausen

Die längste Straße ist die Frohnhauser Straße (2,25 km), am steilsten ist der Kleinborgs Hang (14,0 % Steigung) und den höchsten Punkt erreicht die Adelkampstraße (103 m ü. NHN).

Frohnhausen liegt im Westen Essens und bildet zusammen mit den Nachbarstadtteilen einen Teil des Stadtbezirks III (Essen-West). Es grenzt im Westen an Mülheim an der Ruhr und Schönebeck, im Norden an Altendorf, im Osten an das Westviertel und Holsterhausen sowie im Süden an die Margarethenhöhe und Fulerum. Frohnhausen zählt zu den größten Stadtteilen der Stadt und gilt als dicht bebautes, zentrumsnahes Wohnquartier mit vergleichsweise günstigem Wohnraum.

Geprägt wird der Stadtteil durch zahlreiche frühere Werkssiedlungen wie den Luisenhof, die Bärendelle und Breilsort. Das Leben konzentriert sich rund um den Gervinusplatz an der Kreuzung von Berliner und Frohnhauser Straße sowie auf den Frohnhauser Platz, auf dem bis heute ein Wochenmarkt stattfindet; in diesen Bereichen findet sich auch der meiste Einzelhandel. Mehrere Grünanlagen wie Westpark, Riehlpark, Gervinuspark und Alfredspark lockern die Bebauung auf. Zu den markanten Bauten gehören die St.-Elisabeth-Kirche und die Apostelkirche. Über die Anschlussstelle Frohnhausen ist der Stadtteil direkt an die A 40 angebunden, mehrere Straßenbahnlinien sorgen für den Nahverkehr.

Namensherkunft

Der Ortsname wird gewöhnlich auf den Begriff der Frondienste zurückgeführt: Er kennzeichnete die hier lebenden, fron- und zinspflichtigen Bauern und verbindet sich mit der Endung „-hausen" für Siedlung.

Geschichte

Mit dem Oberhof Ehrenzell reicht die dokumentierte Besiedlung bis ins Jahr 966 zurück; Frohnhausen selbst wird vor 1220 erstmals urkundlich genannt. Über Jahrhunderte blieb das Gebiet überwiegend landwirtschaftlich geprägt und war von Höfen und Kötteranwesen durchzogen. Bereits 1450 ist mit dem Frohnhauser Kohlberg eine der frühesten dokumentierten Kohlenzechen an der Ruhr belegt. Den eigentlichen Wandel brachte das 19. Jahrhundert: Mit dem aufkommenden Bergbau und der nahen Kruppschen Gussstahlfabrik zogen zahlreiche Arbeiter zu, sodass die Einwohnerzahl von etwa 600 (1822) auf rund 27.300 (1910) anwuchs. 1901 wurde Frohnhausen nach Essen eingemeindet. In den Folgejahren entstanden anspruchsvolle Krupp-Siedlungen wie der Luisenhof und die Wickenburgsiedlung, von denen sich viele Bauten der Reform- und Jugendstilarchitektur erhalten haben.

Quellen: Frohnhausen (Essen) – Wikipedia; Die Geschichte des Stadtteils Frohnhausen – essen.de

32.612
Einwohner
3,62 km²
Fläche
9.009 /km²
Bevölkerungsdichte
III (3)
Stadtbezirk
45143, 45144, 45145, 45147
PLZ
1901
Eingemeindung
147
Straßen
48,6 kmStraßennetz
Gesamtlänge
68
POIs
18,8 /km²
POI-Dichte
54–103 müber NHN
Höhenlage