Kettwig

Ortstafel Kettwig

Die längste Straße ist die Oefte (2,93 km), am steilsten ist der Hasselbeckweg (15,8 % Steigung) und den höchsten Punkt erreicht die Oefte (160 m ü. NHN).

Kettwig liegt im äußersten Südwesten Essens unmittelbar an der Ruhr und ist mit rund 15,4 Quadratkilometern der flächenmäßig größte Stadtteil der Stadt. Geprägt wird der Ort durch das Nebeneinander von dichter Wohnbebauung und ausgedehnten Grünflächen: Entlang des Flusses und am Kettwiger Stausee sind beliebte Naherholungsgebiete mit Spazierwegen entstanden. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts versteht sich Kettwig zunehmend als Gartenstadt, was sich besonders in neueren Wohnsiedlungen wie am Kemmannsberg oder im Schmachtenbergviertel widerspiegelt.

Das Herzstück bildet die gut erhaltene Altstadt mit ihren engen, verwinkelten Gassen und zahlreichen Fachwerkhäusern aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, von denen einzelne bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen. Sehenswert sind unter anderem die evangelische Kirche am Markt mit ihrem Turm aus dem 13. Jahrhundert und einem Kirchenschiff von 1720/21, die katholische Pfarrkirche St. Peter von 1830 sowie das historische Rathaus. Zu den weiteren Anziehungspunkten zählen Schloss Hugenpoet und die Mühlengrabenbrücke von 1786.

Namensherkunft

Ortsnamen mit der Endung „-wik" stehen häufig in Verbindung mit Tierbezeichnungen; bei Kettwig leitet sich der Name vom mittelniederdeutschen Wort „katte" (Katze) ab. Seit 1052 ist die zweisilbige Form durchgängig überliefert.

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Kettwig um das Jahr 1000; die Ursprünge der Siedlung dürften jedoch bereits im 9. Jahrhundert um einen herrschaftlichen oder freibäuerlichen Hof gelegen haben. Die Kettwiger Ruhrbrücke ist seit 1282 belegt. Über Jahrhunderte prägte die Textilindustrie den Ort: Ab etwa 1720 erlangten Wolltuche und Schirmseiden überregionale Bekanntheit, und das 1681 gegründete Unternehmen Scheidt errichtete 1837 das erste mit Dampfkraft betriebene Fabrikgebäude an der Ruhr. Die Tuchfabrik schloss 1962, die Kammgarnspinnerei 1974. Da Kettwig anders als viele Ruhrgebietsstädte nicht vom Bergbau, sondern von der Textilwirtschaft lebte, blieb es im Zweiten Weltkrieg weitgehend von Zerstörungen verschont. Seit 1857 eigenständige Stadt, wurde Kettwig am 1. Januar 1975 im Zuge der nordrhein-westfälischen Gebietsreform nach Essen eingemeindet.

Quellen: Wikipedia: Essen-Kettwig; essen.de: Geschichte des Stadtteils Kettwig; essen.de: Kettwig Startseite

18.290
Einwohner
15,33 km²
Fläche
1.193 /km²
Bevölkerungsdichte
IX (9)
Stadtbezirk
157
Straßen
75,8 kmStraßennetz
Gesamtlänge
40
POIs
2,6 /km²
POI-Dichte
37–160 müber NHN
Höhenlage