Überruhr-Holthausen

Ortstafel Überruhr-Holthausen

Die längste Straße ist die Überruhrstraße (1,84 km), am steilsten ist der Hinderfeldsberg (11,2 % Steigung) und den höchsten Punkt erreicht die Überruhrstraße (137 m ü. NHN).

Überruhr-Holthausen liegt im Südosten Essens und gehört zum Stadtbezirk VIII (Ruhrhalbinsel). Gemeinsam mit Überruhr-Hinsel bildet der Stadtteil das Gebiet auf einer Halbinsel oberhalb der Ruhr; im Süden grenzt er an Byfang, im Südosten an Burgaltendorf. Auf einer Fläche von rund 6,72 Quadratkilometern leben etwa 8.200 Menschen, wobei die Altersstruktur vergleichsweise hoch ist – knapp ein Drittel der Bewohner ist 65 Jahre oder älter.

Heute prägt vor allem eine aufgelockerte Wohnbebauung mit zugehöriger Infrastruktur das Ortsbild; aus den einstigen Bauernschaften und Bergbaurevieren ist eine ruhige, wohnlich orientierte Lage geworden. Zu den baulichen Besonderheiten zählt die 1964 errichtete St.-Suitbert-Kirche, ein experimenteller Stahlbeton-Schalenbau nach Plänen von Josef Lehmbrock, der seit 2019 unter Denkmalschutz steht. Sehenswert sind außerdem die Friedenskapelle der Heiligen Eucharistie von 1961 sowie der ab 1837 angelegte Holteyer Hafen, der einst als Sicherheitshafen für die Ruhrschifffahrt diente.

Namensherkunft

Der Name Holthausen geht auf Ansiedlungen im „holt" zurück und verweist auf die frühere Nutzung des Niederwaldes (sinngemäß „zu den Häusern im Gehölz"). Der Zusatz Überruhr beschreibt die Lage auf der Halbinsel oberhalb der Ruhr.

Geschichte

Holthausen wurde urkundlich erstmals 1054 erwähnt. Ab 1816 gehörten Hinsel und Holthausen zur Bürgermeisterei Steele und bildeten dort die Gemeinde Überruhr, die 1894 eine eigene Verwaltung erhielt; aus ihr gingen später die beiden Ortsteile hervor. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war der Ort stark vom Steinkohlenbergbau geprägt: Die Zeche Vereinigte Gewalt galt um die Jahrhundertmitte als größte und tiefste Grube des Ruhrgebiets, und die Zeche Heinrich beschäftigte rund 3.000 Menschen – ihr Förderturm ist bis heute erhalten. Am 1. August 1929 wurde Überruhr gegen den Willen der damals etwa 5.000 Einwohner nach Essen eingemeindet. Mit dem Ende des Bergbaus 1968 wandelte sich das Gebiet endgültig zu einem Wohnstadtteil.

Quellen: Essen-Überruhr-Holthausen – Wikipedia; Überruhr-Holthausen – Startseite (essen.de); Überruhr-Holthausen – Geschichte (essen.de)

8.225
Einwohner
2,89 km²
Fläche
2.846 /km²
Bevölkerungsdichte
VIII (8)
Stadtbezirk
45
Straßen
22,9 kmStraßennetz
Gesamtlänge
12
POIs
4,2 /km²
POI-Dichte
55–137 müber NHN
Höhenlage