Schuir

Die längste Straße ist die Meisenburgstraße (3,87 km), am steilsten ist die Kamisheide (5,9 % Steigung) und den höchsten Punkt erreicht die An der Meisenburg (161 m ü. NHN).
Schuir liegt im Süden Essens innerhalb des Stadtbezirks IX (Werden/Kettwig/Bredeney) nördlich der Ruhr und grenzt an die Stadtteile Haarzopf, Bredeney, Werden und Kettwig. Schuir zählt zu den am dünnsten besiedelten Stadtteilen der Stadt. Geprägt wird der Ort bis heute überwiegend von Landwirtschaft, Reiterhöfen und weiten Grünflächen, weshalb er als ländlichste Ecke Essens und beliebtes Naherholungsgebiet gilt. Die Wohnbebauung ist locker und konzentriert sich vor allem an der Grenze zu Bredeney.
Neben dem ländlichen Charakter haben sich auch Behörden und Einrichtungen angesiedelt, darunter das Wetteramt des Deutschen Wetterdienstes mit seinem markanten Radarturm sowie ein Landesamt für Umweltthemen. Zu den Besonderheiten gehören die 1969 gegründete Walter-Hohmann-Sternwarte an der Wallneyer Straße, das ehemalige Kloster der Barmherzigen Schwestern und der Rutherhof mit seiner Straußenfarm. Wander- und Spazierwege durch Felder und Höfe machen Schuir zu einem ruhigen Rückzugsort im Großstadtgebiet.
Namensherkunft
Der Ortsname Schuir geht vermutlich auf das Wort „Scheuer" beziehungsweise „Schutzdach" zurück und verweist damit auf ländliche Wirtschaftsgebäude. Historisch erscheint die Bezeichnung etwa in der Form „ten Schuiren" (zu den Scheuern).
Geschichte
Erstmals erwähnt wurde die Gegend um das Jahr 800 unter der Bezeichnung Wallney. Über Jahrhunderte war der Ort eng mit der Reichsabtei Werden verbunden, der er bis 1803 unterstand und für deren Mönche er als Sommersitz diente. Im Jahr 1296 sind mit den Herren von Schuir adlige Bewohner urkundlich belegt. Lange blieb Schuir eine eigenständige, landwirtschaftlich geprägte Gemeinde im Verwaltungsbereich Kettwig, bevor es am 1. April 1915 gemeinsam mit Bredeney nach Essen eingemeindet wurde. Ein tragisches Ereignis fällt in das Jahr 1945, als bei einem alliierten Bombenangriff zahlreiche Zwangsarbeiter ums Leben kamen; ein 2007 errichteter Gedenkstein erinnert an die Opfer.
Quellen: Schuir – Wikipedia; Geschichte des Stadtteils Schuir – essen.de
- 1.710
- Einwohner
- 6,68 km²
- Fläche
- 256 /km²
- Bevölkerungsdichte
- IX (9)
- Stadtbezirk
- 45133, 45239
- PLZ
- 1915
- Eingemeindung
- 27
- Straßen
- 24,6 kmStraßennetz
- Gesamtlänge
- 1
- POIs
- 0,1 /km²
- POI-Dichte
- 51–161 müber NHN
- Höhenlage
- 1Spielplätze1 pro 1.710 Einw. · 0,2/km²
- Längste Straße
- 3,87 km Meisenburgstraße
- 3,46 km Wallneyer Straße
- 3,35 km Schuirweg
- Kürzeste Straße
- 62 m III. Ruschenfeld
- 109 m II. Ruschenfeld
- 155 m I. Ruschenfeld
- Steilste Straße
- 5,9 % Kamisheide
- 5,8 % Im Riek
- 5,3 % Am Gutshof
- Höchster Punkt
- 161 m ü. NHN An der Meisenburg
- 159 m ü. NHN Lutterbecks Busch
- 158 m ü. NHN An der Pierburg
- Tiefster Punkt
- 51 m ü. NHN Ruthertal
- 53 m ü. NHN Rutherweg
- 60 m ü. NHN Wolfsbachtal
- Größter Höhenunterschied
- 89 m Schuirweg
- 66 m Wallneyer Straße
- 61 m Kamisheide
- Älteste benannte Straße
- 1909 Ruthertal
- 1909 An der Pierburg
- 1909 An der Meisenburg
- Jüngste benannte Straße
- 1970 Mielesheide
- 1967 Wallneyer Straße
- 1967 Theodor-Althoff-Straße