Frintrop

Ortstafel Frintrop

Die längste Straße ist die Frintroper Straße (1,68 km), am steilsten ist der Klaumberg (9,1 % Steigung) und den höchsten Punkt erreicht die Frintroper Straße (87 m ü. NHN).

Frintrop ist der am weitesten westlich gelegene Stadtteil von Essen und gehört zum Stadtbezirk IV Borbeck. Auf einer Fläche von rund 1,96 Quadratkilometern leben hier etwa 8.600 Menschen. Der Stadtteil grenzt unmittelbar an die Nachbarstädte Oberhausen und Mülheim an der Ruhr sowie an die Essener Stadtteile Dellwig im Nordosten und Bedingrade im Süden, was ihm eine ausgeprägte Lage am Rand des Stadtgebiets verleiht.

Geprägt wird Frintrop von einer dichten Wohnbebauung, die sich mit Grün- und landwirtschaftlich genutzten Flächen abwechselt. Dadurch hat sich ein teils ländlicher, teils kleinstädtischer Charakter bewahrt. Einzelhandel findet sich vor allem entlang der oberen Frintroper Straße sowie in der Straße Himmelpforten; seit 2016 ergänzt ein Wochenmarkt an der St.-Josef-Kirche in Oberfrintrop das Angebot. Für Erholung sorgt der seit 2007 bestehende Gleispark Frintrop mit seinen Rad- und Wanderwegen. Zu den sehenswerten Bauten zählen die neugotische St.-Josef-Kirche, die evangelische Gnadenkirche, ein Wallfahrtskreuz sowie das Pestkreuz von 1668.

Namensherkunft

Der Ortsname geht auf die frühe Form „Vrilincdorpe" zurück und enthält das altniederdeutsche Wort „friling" für einen freien Mann sowie das Grundwort für Dorf. Eine alternative Deutung verweist auf einen keltischen Ursprung mit der Bedeutung „sumpfiges Land".

Geschichte

Erstmals erwähnt wurde Frintrop um 1220 in den Isenberger Vogteirollen unter dem Namen „Vrilincdorpe", 1360 dann als „Gut Vrynthorp". Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war der Ort bäuerlich geprägt und bestand aus verstreut liegenden Höfen. Nach der Auflösung des Stifts Essen fiel das Gebiet 1803 an Preußen und gehörte ab 1815 zur Bürgermeisterei Borbeck. Mit dem Bahnanschluss von 1872 und der späteren Anlage eines großen Rangierbahnhofs sowie dem Bergbauschacht Kattendahl (1903–1931) hielt die Industrialisierung Einzug. Am 1. April 1915 wurde Frintrop nach Essen eingemeindet; dabei musste über die Hälfte der Fläche an Oberhausen abgetreten werden.

Quellen: Frintrop – Wikipedia; Bürger- und Verkehrsverein Essen-Frintrop – Daten/Fakten über die Ortsteile

8.492
Einwohner
1,90 km²
Fläche
4.469 /km²
Bevölkerungsdichte
IV (4)
Stadtbezirk
51
Straßen
18,6 kmStraßennetz
Gesamtlänge
15
POIs
7,9 /km²
POI-Dichte
37–87 müber NHN
Höhenlage