Heisingen

Ortstafel Heisingen

Die längste Straße ist die Wuppertaler Straße (3,23 km), am steilsten ist der Am Herrenbusch (17,0 % Steigung) und den höchsten Punkt erreicht die Heisinger Straße (150 m ü. NHN).

Heisingen liegt im Süden von Essen auf einer Halbinsel innerhalb einer Schleife der Ruhr, die sich westlich zum Baldeneysee weitet. Eingebettet zwischen Fluss, See und dem benachbarten Schellenberger Wald gilt der Stadtteil als besonders naturnah gelegen. Auf rund 6,8 Quadratkilometern leben etwa 12.700 Menschen. Geprägt wird Heisingen von einer überwiegend lockeren Wohnbebauung mit einem gewachsenen Ortskern und mehreren umgebenden Naturschutzgebieten. Der mittelständisch geprägte Stadtteil zählt heute zu den bevorzugten Wohnlagen Essens, vor allem für Einfamilienhäuser.

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören das zwischen 1910 und 1911 errichtete Alte Rathaus sowie die neugotische Kirche St. Georg, die von 1879 bis 1881 entstand. An der Ruhr erinnert der erhaltene Förderturm der ehemaligen Zeche Carl Funke an die Bergbauvergangenheit; das übrige Gelände wurde nach der Schließung abgetragen und renaturiert. Die Nähe zum Baldeneysee und zu den umliegenden Wäldern macht Heisingen zugleich zu einem beliebten Ziel für Erholung und Freizeit im Essener Süden.

Namensherkunft

Der Ortsname geht auf das germanische Wort „hais" für Wald oder Busch zurück und verweist damit auf die frühere Bewaldung der Gegend, die schon in der Ersterwähnung als „Heissiwald" bezeichnet wurde.

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Heisingen am 24. Februar 796, als Heinrich von der Ruhr dem späteren Heiligen Liudger eine Rodung im sogenannten Heissiwald übertrug. Im Mittelalter bestimmte vor allem das Kloster Werden das wirtschaftliche Leben des Ortes. Mit dem Steinkohleabbau setzte bereits im 16. Jahrhundert eine industrielle Entwicklung ein, die den Stadtteil über Jahrhunderte prägte. Bedeutendster Betrieb war die Zeche Carl Funke an der Ruhr, deren Förderung 1954 mit rund 617.000 Tonnen Kohle ihren Höchststand erreichte, bevor die Zeche 1973 stillgelegt wurde. Am 1. August 1929 wurde Heisingen nach Essen eingemeindet.

Quellen: Heisingen – Wikipedia; Heisingen Statistik – essen.de; Geschichte des Stadtteils Heisingen – essen.de

12.816
Einwohner
6,80 km²
Fläche
1.885 /km²
Bevölkerungsdichte
VIII (8)
Stadtbezirk
102
Straßen
49,0 kmStraßennetz
Gesamtlänge
29
POIs
4,3 /km²
POI-Dichte
51–150 müber NHN
Höhenlage