Karnap

Ortstafel Karnap

Die längste Straße ist die Karnaper Straße (2,28 km), am steilsten ist die Gemperwiese (3,4 % Steigung) und den höchsten Punkt erreicht der Sturmshof (39 m ü. NHN).

Karnap ist der nördlichste Stadtteil Essens und der einzige, der nördlich der Emscher liegt; er gehört zum Stadtbezirk V. Im Süden grenzt er – getrennt durch den Rhein-Herne-Kanal – an Altenessen und Vogelheim, im Westen an Bottrop, im Norden an Gladbeck und im Osten an Gelsenkirchen. Auf rund vier Quadratkilometern leben etwa 8.000 Menschen. Der Stadtteil ist deutlich gegliedert: Wohnbebauung konzentriert sich vor allem im Osten und Südosten, während sich Gewerbe und Industrie überwiegend im Westen und Norden ansiedeln.

Geprägt ist Karnap bis heute von seiner Bergbauvergangenheit, die etwa an den gut erhaltenen Zechenhäusern der Mathias-Stinnes-Siedlung und an den umliegenden Halden ablesbar ist. Ein wichtiger Erholungsraum ist der in den 1970er-Jahren auf einer früheren Deponie angelegte Emscherpark, der gemeinsam mit Emscher und Rhein-Herne-Kanal viel Grün bietet. Markant ist außerdem das große Müllheizkraftwerk Essen-Karnap, das von mehreren Städten gemeinsam genutzt wird. Das 2020 eröffnete Stadtteilbüro „KaBüZe" liegt zentral nahe dem Karnaper Markt.

Namensherkunft

Die Deutung des Namens gilt als schwierig; der Namenforscher Derks erklärt ihn im Sinne von „Wasser, das Schmutz und Schlamm mit sich führt" und verweist dabei auf die einstige Verlandung und Versumpfung der Emscher.

Geschichte

Urkundlich erstmals erwähnt wurde der Ort 1332, damals noch als „Carnap"; erst 1910 änderte der Regierungspräsident die Schreibweise in „Karnap". Über mehr als ein Jahrhundert prägte der Steinkohlenbergbau den Ort: 1864 erwarb die Familie Stinnes hier Felder und errichtete darauf die Zeche Mathias Stinnes mit Kokerei und Ziegelei, die zu den größten Anlagen des Ruhrgebiets zählte. 1954 wurde dort die seinerzeit weltstärkste Fördermaschine eingesetzt. Bis in die 1950er-Jahre bot Karnap mehr Arbeitsplätze als Einwohner. Am 1. August 1929 wurde der zuvor kurzzeitig selbstständige Ort nach Essen eingemeindet. Die Zeche Mathias Stinnes wurde Ende Dezember 1972 stillgelegt; das frühere Steinkohlekraftwerk wich in den 1980er-Jahren einer Müllverbrennungsanlage.

Quellen: Karnap – Wikipedia; Karnap Geschichte – essen.de; Karnap Startseite – essen.de

8.022
Einwohner
3,96 km²
Fläche
2.026 /km²
Bevölkerungsdichte
V (5)
Stadtbezirk
54
Straßen
23,1 kmStraßennetz
Gesamtlänge
21
POIs
5,3 /km²
POI-Dichte
26–39 müber NHN
Höhenlage