Heidhausen

Ortstafel Heidhausen

Die längste Straße ist die Laupendahler Landstraße (3,03 km), am steilsten ist der Tüschener Weg (8,5 % Steigung) und den höchsten Punkt erreicht die Preutenborbeckstraße (202 m ü. NHN).

Heidhausen bildet den südlichsten Stadtteil von Essen und gehört zum Stadtbezirk IX Werden/Kettwig/Bredeney. Im Norden grenzt der Ort an Werden, im Westen an Kettwig, im Osten an Kupferdreh und Fischlaken; nach Süden schließt sich das Stadtgebiet von Velbert an, wo das Bergische Land beginnt. Das Ortsbild ist bis heute stark von Wohnbebauung und landwirtschaftlich genutzten Flächen geprägt und wirkt dadurch deutlich grüner und ländlicher als die dichter bebauten Essener Innenstadtbereiche. Eine geografische Besonderheit ist der höchste Punkt der gesamten Stadt Essen, der mit rund 202,5 Metern über Normalnull an der Preutenborbeckstraße liegt.

Zu den markanten Bauten zählen das denkmalgeschützte ehemalige Heidhauser Rathaus aus den Jahren 1910/1911 sowie das Kamillushaus, eine teils neogotische Backstein-Fachklinik von 1900/1901. Sehenswert sind außerdem die St.-Clemens-Kirche, der karolingische Ringwall Alteburg und der jüdische Friedhof am Pastoratsberg. Mit einem 27-Loch-Areal beherbergt Heidhausen zudem den einzigen Golfplatz im Essener Stadtgebiet.

Namensherkunft

Der Ortsname geht auf die heideähnliche Landschaft zurück: Durch Rodung und Urbarmachung entstand hier ein Gelände mit niedrigem Bewuchs. Im 12. Jahrhundert ist die Siedlung als „Hethhusen" beziehungsweise „Hethusen" überliefert, was eine Ansiedlung auf der Heide bezeichnet.

Geschichte

Heidhausen war bereits vor seiner urkundlichen Ersterwähnung 1512 besiedelt und ging aus mehreren Honnschaften hervor, darunter Heidhausen, Holsterhausen und Kleinumstand. Bis 1806 unterstand das Gebiet im Rahmen des Herzogtums Berg der Herrschaft der Abtei Werden, ehe es um 1815 an Preußen fiel. Wirtschaftlich war der Ort lange von Landwirtschaft geprägt; daneben wurde seit dem späten Mittelalter oberflächennah Steinkohle abgebaut, bis das Grundwasser dies verhinderte. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert kamen Handwerks- und Gewerbebetriebe wie Seilerei, Ziegelei und eine Schlossfabrik hinzu. Mit der Auflösung des Landkreises Essen wurde Heidhausen am 1. August 1929 nach Essen eingemeindet.

Quellen: Heidhausen (Essen) – Wikipedia; Heidhausen Geschichte – essen.de; Heidhausen Startseite – essen.de

6.732
Einwohner
10,90 km²
Fläche
618 /km²
Bevölkerungsdichte
IX (9)
Stadtbezirk
77
Straßen
46,9 kmStraßennetz
Gesamtlänge
21
POIs
1,9 /km²
POI-Dichte
47–202 müber NHN
Höhenlage