Altendorf

Ortstafel Altendorf

Die längste Straße ist die Altendorfer Straße (1,65 km), am steilsten ist die Zirkelstraße (4,5 % Steigung) und den höchsten Punkt erreicht die Berliner Straße (85 m ü. NHN).

Altendorf liegt im Westen Essens und zählt zum Stadtbezirk III. Der Stadtteil grenzt unmittelbar an die Innenstadt und ist mit rund 23.000 Bewohnern auf nur etwa 2,5 Quadratkilometern einer der dichtbesiedeltsten Bereiche der Stadt. Geprägt wird das Quartier von engmaschiger Wohnbebauung in Verbindung mit gewerblich genutzten Flächen. Die stark befahrenen Verkehrsachsen Altendorfer Straße sowie Helenenstraße und Oberdorfstraße durchziehen das Gebiet. Der Anteil von Bewohnern mit ausländischen Wurzeln liegt mit rund 43 Prozent deutlich über dem städtischen Mittel, und der Stadtteil weist einen vergleichsweise hohen Anteil junger Menschen auf.

Als grüne und urbane Mittelpunkte gelten der 2014 angelegte Niederfeldsee mit seinen Uferflächen sowie der neu gestaltete Ehrenzeller Platz. Im Süden findet sich die denkmalgeschützte Hirtsiefer-Siedlung, im Norden prägen historische Arbeitersiedlungen und Kleingartenanlagen das Bild. Mit dem City-Center Altendorf besteht ein Einkaufsschwerpunkt. Über den Radschnellweg Ruhr (RS1) ist der Stadtteil zudem rasch mit den Zentren von Essen und Mülheim verbunden.

Namensherkunft

Der Name leitet sich von „Altes Dorf" ab und verweist auf eine ältere Siedlung, die sich aus den Bereichen Oberdorf und Unterdorf zusammensetzte.

Geschichte

Die Wurzeln Altendorfs reichen bis zum fränkischen Oberhof Ehrenzell zurück, der um 800 am Hellweg entstand. Eine erste urkundliche Nennung erfolgte 966 in einer Schenkung Kaiser Ottos I.; das Gebiet gehörte damals zum Damenstift Essen. 1220 erscheint der Ort als „Altendorpe". Mit der Industrialisierung wandelte sich die ländliche Gemeinde grundlegend: Bereits im 16. und 17. Jahrhundert wurde Bergbau betrieben, und 1871 errichtete Krupp hier die große Arbeiterkolonie Kronenberg. 1874 wurde eine eigene Bürgermeisterei Altendorf gebildet, die zeitweise als größte Landgemeinde Preußens galt. Am 1. August 1901 wurde Altendorf zusammen mit Frohnhausen und Holsterhausen nach Essen eingemeindet. Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Stadtteil wegen der nahen Kruppschen Gussstahlfabrik schwere Zerstörungen.

Quellen: Altendorf (Essen) – Wikipedia; Geschichte des Stadtteils Altendorf – essen.de

23.094
Einwohner
2,54 km²
Fläche
9.092 /km²
Bevölkerungsdichte
III (3)
Stadtbezirk
97
Straßen
31,4 kmStraßennetz
Gesamtlänge
54
POIs
21,3 /km²
POI-Dichte
49–85 müber NHN
Höhenlage