Bochold

Ortstafel Bochold

Die längste Straße ist die Bocholder Straße (2,61 km), am steilsten ist die Hövelstraße (4,9 % Steigung) und den höchsten Punkt erreicht die Altendorfer Straße (75 m ü. NHN).

Bochold liegt im Essener Norden und gehört zum Stadtbezirk IV Borbeck, dessen einwohnerstärkster Stadtteil er ist. Eingebettet zwischen Schönebeck, Borbeck-Mitte, Bergeborbeck, Vogelheim, Altenessen, dem Nordviertel und Altendorf, fehlt dem Viertel ein klassisches Ortszentrum – als Hauptverkehrsachse und Geschäftsstraße für den täglichen Bedarf dient die Bocholder Straße.

Das Quartier zeigt sich heute baulich vielfältig: Neben Wohnhochhäusern finden sich gepflegte Villen sowie neuere Siedlungen mit Grünanlagen und Spielplätzen. Wirtschaftlich prägen vor allem kleine und mittelständische Betriebe den Stadtteil, die sich teils auf ehemaligen Zechenarealen wie dem Gewerbegebiet Wolfsbankring angesiedelt haben. Zu den Besonderheiten zählt das Geriatriezentrum Haus Berge, das aus einem früheren Rittersitz hervorgegangen ist. Sportlich interessant ist die große Tennisanlage an der Hafenstraße mit 14 Hallenplätzen. Bochold ist dicht besiedelt, wird aufgrund seiner Lage und der fehlenden Ortsmitte jedoch oft nicht als eigenständiges Viertel wahrgenommen.

Namensherkunft

Der Ortsname leitet sich von alten Formen wie „Bocholta", „Bucholte" und „Boicholte" ab und bedeutet so viel wie „Buchenholz". Er erinnert daran, dass die Siedlung nach der Rodung eines Buchenwaldes entstand.

Geschichte

Der Name Bochold tritt in alten Schreibweisen wie Bocholta oder Bucholte auf und verweist auf eine Siedlung, die nach der Rodung von Buchenwald entstand. Über Jahrhunderte landwirtschaftlich geprägt, wandelte sich der Ort im 19. Jahrhundert durch den Bergbau grundlegend: 1841 entstand die Zeche Carolus Magnus, deren Kohleförderung um 1846 einsetzte, 1850 folgte das Abteufen des Schachts Wolfsbank 2. Bereits 1847 nahmen mit der Phönixhütte und einer Zinkhütte weitere Industriebetriebe ihren Betrieb auf. Der Zuzug von Arbeitern veränderte die Bevölkerungsstruktur und führte 1853 zum ersten evangelischen Gottesdienst im zuvor katholisch geprägten Ort. Am 1. April 1915 wurde Bochold gemeinsam mit der Bürgermeisterei Borbeck nach Essen eingemeindet. Die Stilllegung der Zechen erfolgte 1962/63, 1966 schloss die Kokerei.

Quellen: Essen-Bochold – Wikipedia; Bochold Geschichte – essen.de

17.919
Einwohner
3,17 km²
Fläche
5.653 /km²
Bevölkerungsdichte
IV (4)
Stadtbezirk
89
Straßen
32,1 kmStraßennetz
Gesamtlänge
39
POIs
12,3 /km²
POI-Dichte
35–75 müber NHN
Höhenlage