Fischlaken

Ortstafel Fischlaken

Die längste Straße ist das Hardenbergufer (2,87 km), am steilsten ist die Wintgenstraße (11,8 % Steigung) und den höchsten Punkt erreicht die Ludscheidtstraße (162 m ü. NHN).

Fischlaken liegt im Süden von Essen und gehört zum Stadtbezirk IX (Werden/Kettwig/Bredeney). Der Stadtteil grenzt im Westen an Werden, im Südwesten an Heidhausen, im Südosten an Kupferdreh sowie im Norden an Heisingen und Bredeney, wobei die Ruhr beziehungsweise der Baldeneysee einen Teil der Grenze bildet. Auf rund 9,17 Quadratkilometern leben etwa 4.350 Menschen, was Fischlaken zu einem der dünner besiedelten und landschaftlich reizvollsten Essener Stadtteile macht.

Das Ortsbild ist überwiegend ländlich geprägt: Wälder, landwirtschaftlich genutzte Flächen und einzelne Höfe wechseln sich mit ruhigen Wohnvierteln ab. Charakteristisch sind die vorwiegend Ein- und Zweifamilienhäuser, darunter eine in den 1950er-Jahren nach dem Vorbild der Gartenstadt errichtete Werkssiedlung. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das mittelalterliche Haus Scheppen am Baldeneysee, ein erhaltenes Denkmal der ehemaligen Zeche Pörtingsiepen sowie die historische Hespertalbahn, die als Museumsbahn betrieben wird. Die Nähe zum Baldeneysee macht Fischlaken zudem zu einem beliebten Ausgangspunkt für Ausflüge und Erholung im Essener Süden.

Namensherkunft

Der Ortsname verweist auf ein stehendes Gewässer mit reichem Fischbestand: Das Wort „Laken" bezeichnet stehendes Wasser, in Verbindung mit „Fisch" also einen fischreichen Teich. Das Stadtteilwappen greift dies als „redendes Wappen" mit einem silbernen Fisch auf blauem Grund auf.

Geschichte

Fischlaken wurde im 8. Jahrhundert erstmals erwähnt, im Zusammenhang mit der Gründung des Werdener Klosters um das Jahr 796. Bis zur Säkularisation 1803 gehörte der Ort zur Reichsabtei Werden, deren Benediktinermönche hier landwirtschaftliche Flächen und Fischteiche unterhielten. Danach wurde Fischlaken der Bürgermeisterei Werden und später dem Amt Werden-Land zugeordnet. Wirtschaftlich prägte über Jahrhunderte der Steinkohlenbergbau die Region: Bereits ab 1578 ist der Abbau belegt, und die Zeche Pörtingsiepen bot zwischen 1779 und ihrer Stilllegung 1973 zeitweise mehr als 2.000 Menschen Arbeit. Am 1. April 1929 wurde Fischlaken nach Essen eingemeindet. Trotz der industriellen Vergangenheit bewahrte der Stadtteil seinen ländlich geprägten Charakter.

Quellen: Essen-Fischlaken – Wikipedia; Fischlaken Geschichte – essen.de

5.177
Einwohner
9,27 km²
Fläche
558 /km²
Bevölkerungsdichte
IX (9)
Stadtbezirk
49
Straßen
34,8 kmStraßennetz
Gesamtlänge
10
POIs
1,1 /km²
POI-Dichte
52–162 müber NHN
Höhenlage