Holsterhausen

Ortstafel Holsterhausen

Die längste Straße ist die Holsterhauser Straße (2,09 km), am steilsten ist die Hohe Warte (9,5 % Steigung) und den höchsten Punkt erreicht die Lenbachstraße (124 m ü. NHN).

Holsterhausen liegt südwestlich der Essener Innenstadt und gehört zum Stadtbezirk III (Essen-West). Begrenzt wird der Stadtteil von Rüttenscheid, der Margarethenhöhe, Frohnhausen sowie dem West- und Südviertel. Er zählt zu den bevölkerungsreichsten und am dichtesten bebauten Vierteln der Stadt. Das Stadtbild prägen überwiegend Mehrfamilienhäuser, während in den Randlagen vermehrt Einfamilienhäuser zu finden sind. Neben Wohnnutzung gibt es gewerbliche Bereiche sowie Grünflächen; im Süden grenzt der Stadtteil unmittelbar an den Grugapark.

Als zentrale Einkaufs- und Lebensader dient die Gemarkenstraße, in deren Mitte die katholische Kirche St. Mariä Empfängnis steht. Zu den markanten Einrichtungen gehören das Universitätsklinikum Essen und das Alfred-Krupp-Gymnasium. Die gute Anbindung an die Universität, die Nähe zum Rüttenscheider Nachtleben und vergleichsweise erschwingliche Mieten machen Holsterhausen besonders bei Studierenden beliebt. An die industrielle Vergangenheit erinnern erhaltene Arbeitersiedlungen wie der modernisierte Alfredshof.

Namensherkunft

Der Name geht auf die Lage am Wald zurück und verweist auf die Bewohner, die einst „am Holze", also am Walde, siedelten.

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Holsterhausen im Jahr 966, als Kaiser Otto I. den Hof Ehrenzell – den Kern des sogenannten Dreibauerschaftsquartiers – dem Konvent des Stiftes Essen schenkte. Über Jahrhunderte blieb das Gebiet ländlich geprägt, ehe die Industrialisierung im 19. Jahrhundert tiefgreifende Veränderungen brachte. 1874 entstand die Bürgermeisterei Altendorf, zu der neben Altendorf und Frohnhausen auch Holsterhausen gehörte. Die Nähe zu den Krupp-Werken machte den Ort zu einem industriell geprägten Standort mit Arbeitersiedlungen wie dem Alfredshof und dem Schederhof. Am 1. August 1901 wurde Holsterhausen nach Essen eingemeindet. Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Stadtteil durch seine zentrale Lage schwere Zerstörungen und galt anschließend als das größte zusammenhängende Wiederaufbaugebiet Westdeutschlands.

Quellen: Holsterhausen (Essen) – Wikipedia; Holsterhausen Startseite – essen.de; Geschichte des Stadtteils Holsterhausen – essen.de

26.210
Einwohner
2,96 km²
Fläche
8.855 /km²
Bevölkerungsdichte
III (3)
Stadtbezirk
45145, 45147
PLZ
1901
Eingemeindung
121
Straßen
40,6 kmStraßennetz
Gesamtlänge
50
POIs
16,9 /km²
POI-Dichte
66–124 müber NHN
Höhenlage